Dt. Arzt und Schriftsteller des Expressionismus, nahm vermutlich
(Klavier-)Unterricht bei Conrad Ansorge. Nach dem Fortgang des Vaters war er mit
seiner Mutter 1888 von Stettin nach Berlin übersiedelt und promovierte dort 1905
in Medizin. Neben seiner Tätigkeit als Nervenarzt war Döblin bereits früh
schriftstellerisch tätig und wirkte ab 1910 auch in der Zeitschrift Der Sturm
seines Freundes →Herwarth Walden mit. Wie dieser hatte auch Döblin eine besondere
Affinität zur Musik. Sein Roman „Berlin Alexanderplatz“ machte ihn zum Feindbild
der Nationalsozialisten, und er emigrierte während des Krieges zunächst nach
Zürich und Frankreich, später in die USA.
Buchseiten:
S. 332, 683.